Wettingen 11.6.2016

Reise zum Kloster Wettingen am 11. Juni 2016

Hubert Spörri, der Sohn von Eduard Spörri, liess es sich nicht nehmen, uns am Wettinger Bahnhof abzuholen. Er brachte uns zu den Gemäuern resp. den Gärten des Klosters. Gleich zu Beginn konnte man die eigenartige Aura in und ums Klosterareal verspüren. Vor dem Zwyssigdenkmal erzählte er die Entstehungsgeschichte der Messe mit dem Schweizerpsalm, was ich hier als authentischen Bericht wiedergebe:

Das Zwyssigdenkmal von Eduard Spörri im Hof des Klosters Wettingen (oben, als Modell in Terra Cotta).

Beat Brühlmeier, Präsident des Zwyssigkomitees von 1950 bis 1954, war ein enger Vertrauter des Wettinger Bildhauers. Ihm vertraute Spörri den symbolischen Gehalt des Kunstwerkes an. Beat Brühlmeier fasst zusammen: “Das Zwyssigdenkmal hält den begnadeten Augenblick fest, da ein Engel als göttlicher Bote zur Erde schwebt, kurz irdischen Boden berührt und in der Hand das Spruchband mit dem “Diligam te Domine” trägt. Er hält es locker, um es gleich fallen zu lassen und dem Musikpater die einzigartige Melodie einzugeben.” Die einzigartige Melodie liegt der ganzen Messe zu Grunde, sei es in ihrer Grundgestalt, in Umkehrungen oder anderen Varianten, die wir zum bevorstehenden Jubiläum „175 Jahre Schweizerpsalm“ am 18. September 2016 in Schwamendingen zur Aufführung bringen werden.

Es versteht sich von selbst, dass aus diesem Grunde der Text des Schweizerpsalms nicht wirklich verändert werden darf. Wurde er doch am Ende des Sonderbundkriegs ca. 1847 gedichtet, was wiederum die Wiege der heutigen Eidgenossenschaft bedeutet.

Nach dem Mittagessen im Restaurant Bauer‘s wurden wir von Frau Sylvia Steiner empfangen, die uns durch die Klosterkirche und Klostergärten führte und uns in lebhafter und spannungsreicher Manier die Geschichten und Hintergründe des Klosterlebens erzählte und uns während 2 Stunden bestens unterhielt.

Sehr zufrieden mit dem Gehörten und Gelernten traten wir den Heimweg an.

Herzlichen Dank an Werner Schnyder für die Organisation.

Verena Hernandez

Bilder des Ausflugs zum Kloster Wettingen, dem Wirkungsort von P. Alberik Zwyssig